Solarwärme

Solarthermie: Eine thermische Solaranlage nutzt die Sonne zur Warmwasserbereitung. Kollektoren auf dem Dach fangen das Sonnenlicht ein und wandeln es in nutzbare Wärme um, die mittels Trägerflüssigkeit in einem Warmwasserspeicher transportiert wird. Bi
Solarthermie: Eine thermische Solaranlage nutzt die Sonne zur Warmwasserbereitung. Kollektoren auf dem Dach fangen das Sonnenlicht ein und wandeln es in nutzbare Wärme um, die mittels Trägerflüssigkeit in einem Warmwasserspeicher transportiert wird. Bild: © guukaa - Fotolia.com

Was genau ist eigentlich Solarthermie? Unter Solarthermie versteht man die Umwandlung der Sonnenenergie in nutzbare Wärmeenergie.
Das Prinzip einer Solarthermie-Anlage ist recht einfach: Sie besteht vor allem aus einem Solarkollektor und einem Solarspeicher.  Der Kollektor wandelt Solarstrahlung in Wärme um und übergibt sie an eine Rohrleitung. Eine Pumpe befördert dann die Wärme in der Rohrleitung zum Solarspeicher, der normalerweise im Heizungsraum im Keller steht.

Scheint genug Sonne in Oldenburg? Solarwärme kann gemessen werden. Die von der Sonne an die Erde „verschenkte“ Wärmemenge beträgt in Norddeutschland ca. 1.000 bis 1.200 Watt/m². Der Wirkungsgrad der Solarthermie (Solarwärme) liegt bei etwa 65 %, also kann pro Quadratmeter Sonnenkollektor etwa 650 W Wärmeleistung gewonnen werden. Das ist genug Wärme für eine wirtschaftlich sinnvolle Nutzung mit einer Solarwärme-Anlage.

Nutzt man die Solaranlage nur für Warmwasser oder lohnt es sich, auch
mit der Sonne zu heizen?
: Seit einigen Jahren setzen sich verstärkt Solaranlagen durch, die beides können: Wasser und Heizung. Diese sogenannten „Kombi-Solaranlagen“ können einen Großteil der Wärme für die Warmwasser-Erwärmung bereitstellen. Der danach noch vorhandene Überschuss an Wärme wird der Heizung zur Verfügung gestellt. Die Nutzung der Solarwärme für alle Arten der Wärmeversorgung ist sinnvoll und wirtschaftlich.  Zwar sind Kombi-Solaranlagen wegen des speziellen Solar-Speichers (Solar-Pufferspeicher) und der größeren Solar-Kollektor-Fläche etwas teurer als reine Warmwasser-Solaranlagen.

Im Gegensatz zu reinen Warmwasser-Solaranlagen werden Kombi-Solaranlagen, bei Bestandsgebäuden durch das BAFA Marktanreizprogramm, als Zuschuss von der Bundesregierung unterstützt.  

Was kostet eine Solaranlage? Die Investitionskosten für Solaranlagen zur Warmwasserbereitung liegen für ein Einfamilienhaus mit 3-4
Personen bei etwa 4.500 - 6.500 Euro für Flachkollektoren. Anlagen mit Röhrenkollektoren liegen bei 6.500 - 7.500 Euro brutto. 
Kombi-Solaranlagen die neben der Warmwasser-
bereitung auch zusätzlich die Heizung unterstützen, kosten etwa 10.000 - 13.000 Euro brutto.
Die Investitionskosten umfassen alle Kosten für Material, Installation und Anschluss einschließlich Mehrwertsteuer. Die Kosten können im Einzelfall von diesen Durchschnittswerten abweichen.

Solarwärme auf Bestandsgebäuden (ohne Neubau)

Die Auswertung vom "Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle" (BAFA) zeigt das bereits über 900 thermische Solaranlagen in Oldenburg durch das Marktanreizprogramm  auf Bestandsgebäuden bezuschusst worden. Für Neubauten gibt es keine staatliche Förderungen, da der Gesetzgeber die Nutzung erneuerbarer Energien in der Wärmeversorgung ohnehin fordert. Abgesehen davon ist ein Solarpaket bei Neubauten, aufgrund ihres ohnehin geringen Energiebedarfs, besonders naheliegend, wenn man unabhängig von fossilen Energieträgern und deren Preisanstiegen werden will.

 


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